Die Veränderung konkret beschreiben
Erklären Sie, welche Aufgabe sich verändern soll und weshalb sie ausgewählt wurde. Ein konkreter Anlass ist verständlicher als ein allgemeines Modernisierungsziel. Benennen Sie auch, welche Fragen noch offen sind und wer darüber entscheidet.
Fragen nach Arbeitsaufwand, Kontrolle und Verantwortung gehören in dieses Gespräch. Mitarbeitende können häufig früh benennen, welche Ausnahmen auftreten und welche Informationen fehlen. Dieses Wissen ist für die Planung der Anwendung wichtig.
Unterschiedliche Erfahrungen berücksichtigen
In einem Team können erste KI-Erfahrungen, regelmäßige Nutzung und grundsätzliche Unsicherheit nebeneinander bestehen. Eine kurze Abfrage vor dem Termin hilft, den Ausgangspunkt zu verstehen. Fragen Sie nach konkreten Aufgaben und bisherigen Erfahrungen.
Leiten Sie daraus passende Übungen ab. Wer noch keinen Entwurf mit einem Sprachmodell bearbeitet hat, braucht einen anderen Einstieg als eine Person, die bereits eigene Vorlagen nutzt. Gemeinsame Qualitätskriterien bleiben für beide Gruppen relevant.
An einer gemeinsamen Aufgabe arbeiten
Eine mögliche Übung ist die Vorbereitung einer Kundeninformation aus freigegebenen Fakten. Alle Teilnehmenden erhalten dieselbe Ausgangslage. Anschließend werden Ergebnisse anhand von Vollständigkeit, Richtigkeit und Verständlichkeit besprochen.
Dabei können verschiedene Eingaben unterschiedliche Ergebnisse liefern. Interessant ist, welche zusätzlichen Informationen den Entwurf verbessern und welche Aussagen geprüft werden müssen. Die Übung soll eine nachvollziehbare Arbeitsweise vermitteln; sie ist kein Wettbewerb um die schnellste Ausgabe.
Zeit und Zuständigkeiten für die Anwendung einplanen
Nach einem Lerntermin braucht es eine Gelegenheit, die Vorgehensweise im eigenen Arbeitskontext anzuwenden. Wählen Sie dafür eine begrenzte Aufgabe und benennen Sie eine Person für Rückfragen. Halten Sie fest, welche Werkzeuge und Materialien verwendet werden dürfen.
Ein kurzer Erfahrungsaustausch kann zeigen, was bereits funktioniert und wo Unterstützung fehlt. Besprechen Sie dabei auch den Prüf- und Korrekturaufwand. Zusätzliche Arbeit sollte sichtbar werden, damit die Anwendung realistisch beurteilt werden kann.
Fragen für die Vorbereitung eines Teamtermins
Eine kurze Vorbereitung kann mit vier Fragen arbeiten: Welche wiederkehrende Aufgabe möchten Sie verbessern? Welche Erfahrungen haben Sie bereits mit KI gemacht? Was fällt bei der Prüfung von Ergebnissen schwer? Welche Frage sollte im Termin unbedingt beantwortet werden?
Die Antworten werden nach Aufgaben und Lernbedarf geordnet. Wenn beispielsweise mehrere Personen Textentwürfe erstellen, aber unterschiedliche Maßstäbe an die Prüfung anlegen, kann ein gemeinsames Prüfraster zum Ziel des Termins werden. Benötigt die Gruppe zunächst Grundlagen, sollte dafür ausreichend Zeit vorgesehen werden.
Nach dem Termin greifen Sie dieselbe Aufgabe erneut auf. Die Teilnehmenden beschreiben, was sie selbstständig bearbeiten können und an welcher Stelle Rückfragen entstehen. So wird die Planung an der tatsächlichen Anwendung ausgerichtet. Ein zusätzlicher Termin sollte einen erkennbaren Lernbedarf bearbeiten, statt lediglich weitere Funktionen vorzuführen.
Fortschritte an Aufgaben beurteilen
Ein geeignetes Lernziel beschreibt eine Fähigkeit: etwa einen vollständigen Entwurf vorbereiten und dessen Aussagen anhand des Ausgangsmaterials kontrollieren. Die Zahl erstellter Texte allein sagt wenig über diese Fähigkeit aus.
Ein KI-Workshop eignet sich für die gemeinsame Arbeit an einer konkreten Frage. KI-Schulungen vermitteln definierte Fähigkeiten und bieten wiederholte Übung. Welches Format passt, hängt von Ihrem Ziel und den Vorkenntnissen im Team ab.
Checkliste für die Anwendung
- Veränderung konkret erklären
- Vorkenntnisse erfassen
- Eine gemeinsame Aufgabe auswählen
- Rückfragen und Übungszeit einplanen
- Fortschritte anhand von Qualität beurteilen